Information für Opfer einer Sexualstraftat

Wenn Sie oder Ihr Kind Opfer einer Sexualstraftat geworden sind, befinden Sie sich körperlich und psychisch in einer schwierigen Situation.

 

Bei vielen Opfern einer Sexualstraftat ist eine Anzeigenerstattung bei der Polizei mit diversen Ängsten verbunden oder sie sind zunächst aus psychischen Gründen nicht der Lage, die Entscheidung über die Anzeige zeitnah zu treffen.

 

Sie haben in allen Fällen Zeit, sich eine Anzeigenerstattung in Ruhe zu überlegen.
Falls Sie sich an die Polizei wenden, wird diese alle nötigen Schritte, auch die ärztliche Untersuchung, veranlassen. Sie sollten sich oder Ihr Kind aber in jedem
Fall sofort medizinisch untersuchen lassen, auch wenn keine sichtbaren Verletzungenerkennbar sind.


Wichtig ist, dass mögliche Tatspuren im Rahmen der anonymen Spurensicherung (ASS) möglichst zeitnah gesichert werden.

 

Bitte unterlassen Sie die Körperreinigung und das Reinigen der Kleidung, damit Sie wichtige Tatspuren (z.B. Sperma, Haare, Anhaftungen, Verletzungsmuster) nicht beseitigen.

Ihre Entscheidung

Im Rahmen einer medizinischen Untersuchung in einer der umseitig genannten Kliniken stehen Ihnen immer zwei Wege offen:

 

1. Wenn Sie sicher sind, dass Sie direkt eine Anzeige erstatten möchten, bitten
Sie den Arzt/die Ärztin in der Klinik um eine Kontaktaufnahme mit der Polizei.
Diese leitet dann alle weiteren Schritte ein.

 

2. Wenn Sie sich zu einer Anzeigenerstattung zunächst nicht entschließen
können und für die Entscheidung noch etwas Zeit brauchen, kann der Arzt/die
Ärztin dennoch mit Ihrem Einverständnis mögliche Tatspuren sichern. Bitten Sie dann bei der ärztlichen Untersuchung um eine anonyme Spurensicherung (ASS).

Die Chance Beweise vorlegen zu können eröffnen
Hier im Flyer erfahren Sie alles über die ASS
ASS-Flyer.pdf
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